Besteblumen: Die Tulpe – Farbenfroher Frühlingsbote in kalten Wintermonaten

Die Tulpe – Farbenfroher Frühlingsbote in kalten Wintermonaten

Herkunft

Keine andere Blume wird so sehr mit einem Land verbunden wie die Tulpe mit den Niederlanden. Heute stehen fast die Hälfte der Blumenfelder voller Tulpen. Ursprünglich stammt diese Zwiebelblume aber aus dem nahen Osten. Und daher hat sie auch Ihren Namen: von den Turbanen der Sultane der Türkei. Diese steckten sich eine Tulpe als besonderes Accessoire an Ihren Turban. Damals war eine Tulpenzwiebel mehr wert als ein Menschenleben. Nach Europa kam die Tulpe dann im Gepäck eines Edelmannes, der diese vom Sultan Suleiman geschenkt bekam. Er schenkte sie an einen Freund, der kurz darauf in die Niederlande zog. Er untersuchte und pflegte diese besonderen Blumen, bis sie schließlich gestohlen wurden. Kurze Zeit später wurde die Zwiebeln zu aberwitzigen Preisen gehandelt, manchmal ein ganzes Haus für eine einzige Zwiebel. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde dies dann von der Regierung unterbunden. Viele hatte mit diesem Handel ihren ganzen Besitz verloren, andere hatten sich eine goldene Nase verdient. Aber noch heute ist die Tulpe die wichtigste Blume der Niederlande.

Farben und Formen

Die Tulpe gibt es in den verschiedensten Farben – weiß, rot, rosa, violett, gelb, orange, grün oder mehrfarbig. Aber noch facettenreicher als ihre Farbenpracht ist die Formenvielfalt der Tulpen. Es gibt Tulpen mit einer oder mehrerer Blütenblattreihen, welche glatt, gefranst oder gewellt sind, und noch anderen speziellen Variationen.

Symbolik

Tulpen haben ähnlich wie Rosen je nach Farbe eine andere Bedeutung. So sind schwarze Tulpen mit viel Leidenschaft verbunden, rote mit stürmischer Liebe und violette beispielsweise mit Bescheidenheit.

Pflege

Die Tulpe als Schnittblume

Tulpen zählen zu den wenigen Blumen, die selbst geschnitten noch weiter wachsen. Wählen Sie daher für Ihre Tulpen eine entsprechend große Vase. In diese füllen Sie lauwarmes Wasser mit Schnittblumennahrung. Die Tulpen sollten erst einmal ein bis zwei Stunden noch in Papier oder Folie gepackt in Wasser gestellt werden, sodass sie sich richtig vollsaugen können. Danach werden die Stiele mit einem scharfen Messer schräg angeschnitten und an einen kühlen Ort ohne Durchzug gestellt. Da Tulpen sehr viel Wasser benötigen, sollte die Vase regelmäßig überprüft und das Wasser aufgefüllt werden. So haben Sie ein bis zwei Wochen Freude an diesen farbenprächtigen Frühlingsboten.

Die Tulpe als Topfpflanze

Die Tulpenzwiebeln sollten in einem Gefäß mit gewöhnlicher Gartenerde so gelegt werden, dass nur die Zwiebelspitze herausschaut. Nachdem man sie gewässert hat, sollten sie für etwa 8 Wochen an einen dunklen, kühlen Ort gestellt werden, wo sie ein Wurzelgeflecht ausbilden. In dieser Zeit sollt die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden. Danach kann man die jungen Triebe langsam an eine hellere und wärmere Umgebung gewöhnen, bis sie, wenn sich die ersten Blütenknospen zeigen, auch wärmere Temperaturen vertragen.